Neuigkeiten aus Nicaragua

Im Zuge der – dank Ihnen und euch – durchschlagend erfolgreiche Fundraising-Aktion konnten insgesamt rund 25 000 € gesammelt werden, deren erste Hälfte bereits auf das Konto der Fundación Marijn überwiesen wurde.

Über drei Monate sind die verheerenden Tropenstürme nun her und die Menschen der Karibikküste leiden immer noch unter den Folgen. Der Aufbau geht langsam voran, ausgebremst auch durch die (u.a. Covid-bedingte) soziopolitische Krise im Land, die die Region direkt betrifft durch den Anstieg der Kosten für alltägliche Konsumprodukte und Lebensmittel. Von der Weltbank wurden der nicaraguanischen Regierung 80 Mio. US Dollar als Hurricane-Soforthilfe zur Verfügung gestellt, die allerdings überwiegend in den Wiederaufbau von Infrastruktur fließen (https://reliefweb.int/report/nicaragua/nicaragua-receive-emergency-funding-following-devastation-left-eta-and-iota).

Viele Menschen leben in den Dörfern derweil nach wie vor unter Plastikfolien. Schulen wurden teilweise durch mobile Varianten ersetzt, da auch dort der Wiederaufbau noch andauert.

Unterstützung von Regierungsseite ist laut Mitarbeitenden der Fundación an Parteitreue geknüpft, was gerade in der nordöstlichen RAAN-Region weitgehend zu Unterversorgung führt.

Die Fundación Marijn konnte im November und Dezember erneut Hygienesets und Lebensmittel an die Familien verteilen. Außerdem kümmerte sie sich um notfallpsychologische Betreuung zur Stärkung der Resilienz und Behandlung des posttraumatischen Stresses, den die Tropenstürme bei vielen Menschen verursacht hatten.

Der Großteil der Familien ist von Arbeitslosigkeit betroffen, weshalb die Fundación die Spenden von Bilwida zu großen Teilen als Akuthilfe nutzt, um beim Wiederaufbau der Wohnhäuser sowie der Versorgung mit Lebensmitteln zu unterstützen. Zudem hat das neue Schuljahr begonnen und die Fundación versorgte ‚ihre‘ Kinder und Jugendlichen mit Schulmaterialien, darunter Hefte, Stifte und einer Schuluniform.

Auch die Fundación Marijn selbst hat seit dem neuen Schuljahr wieder ihre Pforten geöffnet und unterstützt an zwei Tagen die Woche die Kinder und Jugendlichen bei ihren Schulaufgaben. Zudem finden regelmäßige Besuche bei den Familien statt.

Vielen Dank, dass Sie die Unterstützung dieser wichtigen Aufgaben der Fundación Marijn möglich machen!

 

Fundraising-Ziel erreicht!

Zusammen haben wir es geschafft! Wir können unsere Freude über diese Nachricht nur schwer in Worte fassen!

Vor nicht einmal einem Monat ging unsere Fundraising-Kampagne online und bereits heute haben wir das Ziel übertroffen. WOW!
Somit können wir Lebensmittelkörbe für viele bedürftige Familien finanzieren und die Bildungsarbeit der Fundación Marijn nachhaltig unterstützen.
Da wir zum Startschuss der Spendenaktion noch nicht von den verheerenden Hurrikans "ETA" und "IOTA" wussten, haben wir uns dazu entschlossen, das Spendenportal weiterhin offen zu halten. Alle weiteren Spenden gelten somit als Soforthilfe für die Menschen, die infolge der Tropenstürme Ihre Lebensgrundlagen verloren haben.

Vielen Dank an über 100 Spender*Innen, die sich für die Menschen in Bilwi eingesetzt und uns durch ihre Spende ihr Vertrauen geschenkt haben.

Tropenstürme "ETA und "IOTA" verwüsten Bilwi

Als wäre eine Pandemie nicht genug, wurde die Karibikküste Nicaraguas nun zwei Mal innerhalb von 14 Tagen von zwei Tropenstürmen getroffen. Der Tropensturm "ETA" hat in den ersten Novembertagen in Bilwi und den anliegenden Kommunen Bäume entwurzelt und vielen Familien das Dach über dem Kopf entrissen. Der Fundación Marijn, den betreuten Kindern, deren Familien und den Mitarbeitern ging es soweit gut. Die Fundación hatte einige Sachschäden erlitten, mitunter am Eingangstor und kleinere Beschädigungen am Dach. Viele Familien der Kinder haben größere Schäden an ihren Häusern zu beklagen.

Am Montag, 16. November 2020 traf dann “IOTA” mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250km/h wenige Kilometer südlich von Bilwi auf die Küste. Laut dem nicaraguanischen Institut für Geowissenschaften war dies der "stärkste Sturm seit Beginn der Wetteraufzeichnungen". Über viele Stunden gab es keinen Strom und damit keine Möglichkeit der Kommunikation, ein Großteil der Menschen hat den – zumindest teilweisen – Verlust ihrer Häuser zu beklagen. Zum jetzigen Zeitpunkt (19.11.2020) haben wir noch keine genaueren Informationen zur Lage der Fundación und den betreuten Familien.

Unsere Gedanken gelten den Menschen, die dort ihr Hab und Gut verloren haben. Umso wichtiger ist es nach diesen Ereignissen, die Bedürftigen vor Ort zu unterstützen! Unsere Fundraising-Aktion kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und wir hoffen, dass Sie Früchte tragen wird! Damit können wir den Menschen vor Ort von Deutschland aus finanzielle Hilfe bieten, die zumindest das Nötigste abdeckt. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und Ihre Gaben!

Unsere Fundraising-Aktion 2020 startet!

Ay Nicaragua, Nicaraguita! Das erste Mal trauen wir uns an eine hausgemachte Fundraising-Aktion und das nicht ohne Grund:

Mehr als bisher brauchen die Kinder und Jugendlichen der Fundación Marijn in Bilwi (Nicaragua) derzeit die Unterstützung durch die Einrichtung, nicht zuletzt aufgrund der durch die aktuelle Lage erschwerten finanziellen Situation in ihrem sozialen Umfeld. Bilwida – Zukunft durch Bildung e.V. bündelt seit 2017 Spendengelder und konnte so für Planungssicherheit und die Finanzierung der laufenden Kosten der Fundación sorgen. Da durch die Ausnahmesituation dieses Jahr allerdings wichtige Einnahmequellen wegbrechen, wird Bilwida jetzt mit der Fundraising-Aktion kreativ. Als Dankeschön für Ihre Unterstützung in schwierigen Zeiten warten entweder ein digitaler Adventskalender, ein "echter" Geburtstagskalender oder hausgemachte Salzmischungen aus dem Schwarzwald! Und natürlich der Dank der Fundación Marijn und Bilwida!

So let's raise the fund! Wenn du Teil der ganzen Aktion sein möchtest, klicke einfach auf den Button!

Über Uns

Impressionen aus Nicaragua

Ein Video, welches mit den Kindern der Fundación Marijn erstellt wurde.